Die Krebspest:

Amerikanische Flusskrebse wie der Signalkrebs sind die Hauptüberträger der Krebspest.
Selbst immun gegen diesen Krankheit, übertragen sie diese auf unseren heimischen Edelkrebs Astacus astacus.

  • Das erste mal brach die Krebspest in Europa 1860 in der Lombardei aus.
  • Sie wird wird durch die Sporen des Schlauchpilz Aphanomyces astaci ausgelöst.
  • 1960 wurde der Signalkrebs durch die Menschen als Ersatz für den Edelkrebs von Nordamerika nach Europa importiert, da dieser robuster ist.
  • So gelangte er in unsere heimische Gewässer mit der Folge, dass unsere Edelkrebsbestände durch den Amerikanischen Signalkrebs den Überträger der Krebspest fast vollständig ausgerottet wurden.
  • Im Laufe der Jahre verbreitete sich diese Tödliche Seuche immer mehr und verdrängte dadurch unseren heimischen Edelkrebs aus seinem natürlichen Lebensraum.

Übertragung:
Die Infizierung kann durch Krebse, Boote, Wassertiere und Fischereiausrüstungen stattfinden.
Um eine Ansteckung bei der Haltung mehrerer Krebsarten zu verhindern muß die Hygiene an oberster Stelle stehen!

Kescher, Pflanzen, Wurzeln, Dekorationen, selbst ein einzelner Wassertropfen aus einem Aquarium kann die Sporen übertragen.
Die Diagnose erfolgt durch die Entnahme einer Gewebeprobe welche durch ein aufwändiges verfahren im Labor analysiert wird.  


Krankheitsverlauf und Symptome:
Nach der Infizierung zeigt sich die Krankheit bei den Krebsen durch braune Verfärbung am äußeren Panzer, weiße Stellen in der Muskulatur so wie Gleichgewichtsstörungen.
Sind folgende Symptome zu erkennen, führen diese in kürzester Zeit zum Tod.
  • Verstärktes kratzen mit den Schreitbeinen an der Unterseite und den Gliedmaßen
  • Lähmungserscheinung und zunehmende Tagaktivität
  • Abfallende Gliedmaßen und ein weißer Belag sowohl an den Scherengelenken, als auch auf den Augen

Der Tod und die Immunisierung:
Bei Europäischen und Australische Flusskrebsarten wie der Astacus s. und Cherax verläuft die Pilzerkrankung tödlich.

Die Amerikanischen Flusskrebsarten Pacifastacus, Procambarus, Cambarellus und Orconectes, können ebenfalls infiziert werden jedoch sterben diese nicht. Weil der Abwehrmechanismus körpereigene Enzyme produzieret und den Pilz bereits in den äußeren Hautschichten bekämpft.

Eine Infizierung findet zwar statt, doch das Immunsystem isoliert den Erreger,  jedoch nur wenn keine Stressbedingungen für den Krebs entstehen wie Bspw. starke Wasserbelastung. Sollte dies der Fall sein, sterben die Amerikanischen Flusskrebse ebenfalls an der Krebspest.


Behandlung:
  • Behandlungsmethoden existieren bislang noch nicht, ebenso wie Überlebenschancen für den Krebs.
  • Nach einer Infektion liegt das Verlustrisiko bei 100%.


Hilfe bei Aquarien und Teichbefall:
  • Ist die Krebspest bereits ausgebrochen, sollten Sie alle toten und kranken Edelkrebse entfernen und verbrennen.
  • Die Lebensdauer des Pilzes ist hoch und macht einen Neubesatz im Aquarium erst nach einer sehr gründlichen Reinigung und Sperrzeit wieder möglich.
  • Bei dem Teichbefall beträgt die Sperrzeit über 1 Jahr.
 
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